Zotter Schokoladen Manufaktur

Weltenwanderer Gregor Sieböck unterwegs mit Zotterschokolade

10. Dennis

10. Dennis

Das Schöne am Reisen sind immer wieder die unerwarteten Begegnungen. Dennis kommt aus Deutschland und reist schon seit über 1 ½ Jahren durch Lateinamerika, arbeitet zwischendurch als Bergführer, Kellner, Barkeeper, Rezeptionist und was sonst noch alles, lebt einfach und liebt es auf Berge zu steigen. In Peru war er sogar am Alpamayo, mit seiner bis zu 60 Grad geneigten Eiswand, die er hinaufgestiegen ist. In Bolivien hat er von einem jungen Amerikaner einen alte Pickup gekauft und mit dem zieht er nun durch Chile…

11. Hernan

11. Hernan

Hernan leitet Ecole in Pucon. Dieses Ecohostal ist ein magischer Ort der Begegnung und es ist ein wichtiges Zentrum für den Umweltaktivismus in Chile. Chile ist ein sehr reiches Land, es gibt noch ausgedehnte Urwälder, sauberes Wasser, Bodenschätze und wunderschöne, unberührte Täler. Doch der Zauber des Landes ist in Gefahr: Eukalyptus und Pinien ersetzen immer mehr die unberührten Urwälder, deren Holz vor allem nach Japan zur Produktion von Computerpapier verschifft wird. Chile ist der zweitgrößte Produzent von Zuchtlachs und die Lachsfarmen verschmutzen Flüsse und Fjorde. Viele der unverbauten Wildbäche und Flüsse sollen aufgestaut werden, in einem Megawasserkraftwerksprojekt in Patagonien, ganze Berge werden gesprengt um darunterliegende Mineralien zu Tage befördern. Doch wohin soll dieser Weg führen, fragt Hernan? Wohin will Chile wachsen? Was ist der Sinn eines Wachstums, dass ein ganzes Land zerstört?

12. Patagonia sin represas

12. Patagonia sin represas

So heißt die Kampagne (Patagonien ohne Staudämme), die verhindern möchte, dass die wilden, unverbauten Flüsse Patagoniens aufgestaut werden. Ein Dutzend Flüsse, viele der zauberhaftesten Flüsse dieser Erde, wilde Wasserfälle, türkisblaue und grüne Gewässer, die durch Urwälder fließen, sollen gestaut werden: Beton, neue Straßen, gesprengte Berge, überflutete Wälder… und dann soll dieser Strom in einer 2400 km langen Hochspannungsleitung nach Santiago transportiert werden. Für diese Leitung ist geplant, eine 100 Meter breite Schneise in die Urwälder zu schlagen, gewissermaßen das Land in zwei Teile zu trennen. Ein völlig aberwitziges Projekt, das wirtschaftlich nur für eine Handvoll internationaler Energiekonzerne, europäischer und US-amerikanischer Banken ein riesiger Gewinn ist und ein für alle Mal die Magie Patagoniens zerstören würde.
Bernardo und Beatrix, die auf dem Foto zu sehen sind, arbeiten für Patagonia sin represas (www.patagonisinrepresas.cl) und sie sind zwei Menschen voller Tatendrang, Inspiration und Lebensfreude…sie lieben nun Zotterschokolade seit wir ein „Waldstück“ geteilt haben!

13. Im Alercewald

13. Im Alercewald

Die Alercebäume sind eine der ältesten Lebewesen auf unserer Erde: einige dieser Baumriesen sind 3500 Jahre alt. Es gibt nur wenige mehr von ihnen und um zu den alten Alercebäumen zu gelangen, ist man oft tagelang auf beschwerlichen Wanderwegen in der Wildnis unterwegs. Margit und ich wanderten zwei Tage durch knietiefen Morast, überquerten reißende Flüsse und dann stehen wir plötzlich vor diesem wunderschönen Wald – dessen Anblick wir mit einer Tafel Zotterschoki feiern. Ja und noch was, mir gefällt die Analogie der roten Männchen auf der Schokoladenpackung und dahinter die aufreihten Bäume.

14. Endlich am Feuer

14. Endlich am Feuer

Es war mein 34. Geburtstag. Wir wanderten den ganzen Tag durch knietiefen Schlamm, kletterten über umgefallene Baumstämme, hügelauf, hügelab, im Dauerregen – durch uralte Alercewälder, die uns für die Strapazen entschädigten. Am späten Abend kamen wir zu einem alten Holzhaus auf einer Wiese und Almandina, die 84 jährige Bäuerin, die dort, am Ende der Welt, drei Tage Fußmarsch vom nächsten Ort entfernt mit ihrem 87 jährigen Mann Tito lebt, empfing uns mit offenen Armen. Sie heizte uns ein Feuer an, brachte Brot und frische Eier vorbei und so gab es dann noch ein Festmahl…während unsere durchnässte Kleidung langsam trocknete.

15. Begegnung mit den Imkern

15. Begegnung mit den Imkern

Vito und Victor arbeiten als Imker und Victor führt zusammen mit seiner Frau Coca auch noch ein Slow Food Restaurant in dem kleinen Ort Rio Puelo. Wir teilten ein „Schaf mit Honignüssen“, diskutierten über unsere Visionen von einer Erde im ökologischen und sozialen Gleichgewicht und spät abends erzählten die beiden auch noch von ihrer Zeit im Exil. Sie erhielten beide das „Beca Pinochet“ (Pinochetstipendium), wie es im chilenischen Volksmund heißt, wenn jemand  während der Pinochetdiktatur wegen seiner politischen Einstellung das Land verlassen musste. Victor war ein kleiner Bub als seine ganze Familie nach Algerien ins Exil zog und er erzählte uns, dass dies seinen Eltern fast das Herz brach. In ihrem Haus in Algier hatten sie zwei Uhren, eine mit der lokalen Zeit und die andere zeigte die chilenische Uhrzeit an. Feste wie Weihnachten oder Neujahr begannen immer zur chilenischen Zeit, also sechs Stunden später. So feierten sie in Algerien Silvester um 6 Uhr morgens…keine so einfache Erfahrung für einen kleinen Jungen all’ dies miterleben zu müssen…
Doch das Schaf mit Honignüssen erfreute uns dafür umso mehr in diesem Augenblick und schließlich erhoben wir alle noch ein Glas auf Josef Zotter und seine tolle Schokomanufaktur.

16. Ein nasser Weihnachtsabend

16. Ein nasser Weihnachtsabend

Margit und ich versuchten auf einem alten Gauchoweg nach Hornopiren zu gelangen. Bereits in der Früh schüttete es in Strömen und alsbald waren wir patschnass, zumal wir auch einige Flüsse durchqueren mussten und der Weg sehr matschig war. Stunden nach dem Aufbruch kamen wir auf eine Viehweide und die vielen Trampelpfade der Kühe leiteten uns ständig in die Irre. Wo war unsere Weg nach Hornopiren? Wir suchten fast drei Stunden lang im Dauerregen und es wurde Abend. Wo sollten wir Weihnachten feiern, völlig durchnässt im Kuhstall von Don Bernardo? Schließlich entschieden wir uns wieder abzusteigen. Die Flüsse waren inzwischen dreimal so hoch wie noch am Nachmittag und es war noch schwieriger sie zu durchqueren, dann wurde es dunkel und am Ende kamen wir kurz vor Mitternacht wieder in Rio Puelo an. Wir klopften an die Tür von Victor und Coca. Vito war auch auf Besuch und das Weihnachtsfest war gerade voll im Gang. Was für eine Freude…und wir feierten bis in die frühen Morgenstunden, teilten eine Weihnachtsschokolade und freuten uns, dass wir im Trockenen waren.

...und hier geht es weiter...

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