Zuckerrohr

Zuckerrohr

Zuckerrohrbauer von Manduvira

Zuckerrohrbauer von Manduvira

Die süße Revolution oder wie Träume wahr werden?!

Zu Besuch bei den Zuckerrohrbauern im fernen Paraguay
von Gregor Sieböck

Die Fahrt von Santa Cruz in Bolivien bis nach Filadelfia in Paraguay hätte 26 Stunden dauern sollen aber wir waren schließlich 56 Stunden unterwegs. Die Lichtmaschine in unserem Bus fiel aus und wir brauchten einen Ersatz. Der Elektriker, der sie auswechselte war aber betrunken und bemerkte nicht, dass er erneut eine kaputte Lichtmaschine einbaute. Sodann hieß es einen nüchternen Elektriker zu finden, der die Ersatzlichtmaschine wieder ausbaute und reparierte...doch sie funktionierte immer noch nicht einwandfrei und fiel in der nächsten Nacht aufs Neue aus. Wir blieben im Gran Chaco, dem Trockengebiet im Norden Paraguays stecken weil es dort völlig unerwartet stark geregnet hatte, und zu guter Letzt hatten wir auch noch eine Reifenpanne...doch es war alles in allem eine lustige Busfahrt. Wir waren Reisende aus zwölf verschiedenen Nationen im Bus und ob der längeren Wartezeiten entstanden inspirierende Begegnungen. So war zum Beispiel ein junger Bursche aus Argentinien mit dabei und während wir Reisende aus Europa wegen der stundenlangen Verzögerung der Reise schon leicht ungeduldig wurden, nahm dieser kurzerhand seine Zirkusutensilien zur Hand, die er im Reisegepäck mit dabei hatte und nützte die Zeit, um an der Straßenkreuzung für die wartenden Autofahrer seine Kunststücke vorzuführen. Die meisten gaben ihm dafür ein paar Bolivianos (bolivianische Währung) und nach zwei Stunden hatte er so viel Geld beisammen, dass er alle Reisende auf ein Getränk einlud. Was für eine inspirierende Reaktion auf die lange Wartezeit: er machte was ihm selbst Freude bereitete, brachte die Autofahrer und uns Reisende zum Lachen und schaffte es über die gemeinsamen Getränke die Reisenden aus all den verschiedenen Nationen zu verbinden. 

Unser Bus blieb im Gran Chaco im Norden von Paraguay 12 Stunden lang stecken
Unser Bus blieb im Gran Chaco im Norden von Paraguay 12 Stunden lang stecken

In Paraguay angekommen reisten wir über die Hauptstadt Asuncíon weiter in die Provinz Arroyos y Esteros, wo wir einige unvergessliche Tage bei den Zuckerrohrbauern von Manduvira verbringen durften. Manduvira liefert köstlichen fair gehandelten und biologischen Rohrzucker nach Europa, Asien, Ozeanien und Nordamerika. Die Kooperative wurde 1975 von damals 39 Genossenschaftsmitgliedern gegründet. 1996 stellten sie den gesamten Zuckerrohranbau auf Biolandbau um: es war weltweit der erste biologisch zertifizierte Rohrzucker, der auf dem Markt angeboten wurde. Drei Jahre später traten sie der internationalen Fairtrade Organisation bei, doch sie mussten ihr Zuckerrohr immer noch bei OTISA, der örtlichen Zuckerrohrfirma abliefern und diese bezahlte einen Hungerlohn: 48.000 Guarani pro Tonne angeliefertem Zuckerrohr im Vergleich zu 70.000 Guarani pro Tonne, die andere Zuckerrohrwerke in Paraguay bezahlten. OTISA weigerte sich mehr zu bezahlen und so wagten im Jahr 2003 die Zuckerrohrbauern einen Aufstand. In einem Land, das jahrzehntelang von einer Diktatur geprägt war, hatten die Bauern aber Angst. OTISA drohte den Bauern, doch die Bauern waren sich einig: sie wollten auf jede Gewalt verzichten und stattdessen strategisch vorgehen: Die Fabrik brauchte 200 bis 300 Produzenten, die regelmäßig lieferten, um das Werk in Gang halten zu können. Manduvira schwor die Bauern auf einen Lieferstopp ein und verteilte insgesamt 10.000 USD an jene Bauern, die am bedürftigsten waren. Jeder von ihnen bekam zwischen 20 und 30 USD, um den Verdienstentgang kurzfristig ausgleichen zu können. Nur zehn Bauern machten nicht mit und lieferten weiterhin Zuckerrohr; doch zwei Wochen lang schnitt keiner der anderen Bauern Zuckerrohr – während OTISA Lieferverträge einzuhalten hatte. Drei Wochen nach dem Start der „Revolucíon dulce“ - der süßen Revolution – wie sie die Zuckerrohrbauern nannten, kam der Chef von OTISA ins Büro von Manduvira und bat um Verhandlungen. Dank ihrer starken Verhandlungsposition konnten die Bauern den Preis, den sie fortan für eine Tonne Zuckerrohr bekamen, auf 60.000 Guarani pro Tonne anheben. Die Lieferanten gewannen, es war ihr erster großer Erfolg und dieser trug auch wesentlich zum Wachstum von Manduvira bei. 

Zusammen mit Andrés (zweiter von rechts), dem Leiter von Manduvira
Zusammen mit Andrés (zweiter von rechts), dem Leiter von Manduvira
Zucker von Manduvira
Zucker von Manduvira
OTISA, die Zuckerrohrfabrik
OTISA, die Zuckerrohrfabrik

Hundert Mitglieder von Manduvira gingen ein Jahr später noch einen Schritt weiter. Sie nannten sich die 100 Rebellen und beantragten die IMO-Biozertifizierung für ihr eigenes Grundstück. Bisher war nur OTISA in Besitz eines Biozertifikats, doch nun waren die Bauern selbst zertifiziert. In der Folge suchten sie sich in 90 Kilometer Entfernung, in Benjamin Aceval, ein stillgelegtes Zuckerrohrwerk, mieteten diese an und stellten einen kubanischen Betriebsleiter ein. Die Bauern hatten kaum Geld aber eine große Vision. Natürlich war es aufwendig, denn sie mussten das Zuckerrohr 90 Kilometer weit zur Fabrik anliefern, während OTISA im eigenen Ort das Zuckerrohr verarbeitete. Es war jedoch ein revolutionärer Schritt: bisher wurde die Zuckerrohrindustrie des Landes von sieben, sehr einflussreichen Familien kontrolliert, die nebenbei die Politik und die Wirtschaft Paraguays unter ihrer Kontrolle hatten. 

Dario Benegas war einer der Rebellen von Manduvira, der die süße Revolution initiierte.
Dario Benegas war einer der Rebellen von Manduvira, der die süße Revolution initiierte.
Zuckerrohrbauern
Zuckerrohrbauern
Zuckerrohrbauern
Zuckerrohrbauern

Dank der Unterstützung von Fair Trade konnten die Bauern im ersten Jahr 230 Tonnen Zucker exportieren: zwei Kooperativen aus Kanada, OXFAM aus Belgien und CTM aus Italien waren die ersten Kunden. Im darauffolgenden Jahr konnte Manduvira die Produktion bereits auf 1.500 Tonnen erhöhen, ein Jahr später 2007 gar auf 5.500 Tonnen und 2008 nochmals auf 6.200 Tonnen. Mittlerweile war die Nachfrage größer als die Kapazitäten den Zuckerrohrwerks es erlaubten zu produzieren. Das war der Beginn für einen neuen Traum: Die Zuckerrohrbauern von Manduvira wollten ihr eigenes Werk bauen. Andrés, der Leiter der Kooperative meinte: "Wir hatten ein starkes Gottvertrauen, waren hoffnungsvoll und auch bereit uns dafür anzustrengen und neue Wege zu gehen. Alles ist möglich für denjenigen, der vertraut!"

Mittlerweile war Manduvira einen Zusammenschluss von 940 Zuckerrohrbauern geworden und sie lieferten in 23 verschiedene Länder. Am 5. Dezember 2011 begann für Manduvira schließlich eine neue Ära: es war der Spatenstich zum Bau ihres eigenen Zuckerrohrwerks. Gerade einmal 1 ½ Jahre später war am 24. April 2013 das Werks fertig und am 9. Juni 2014 begann die Produktion: der Traum wurde wahr! Das erste Mal in der Geschichte Paraguays sind Kleinbauern die Besitzer eines eigenen Zuckerrohrwerks: die süße Revolution war erfolgreich!

Das Zuckerrohrwerk von Manduvira
Das Zuckerrohrwerk von Manduvira

Im Zuckerrohrwerk von Manduvira können pro Tag bis zu 3.000 Tonnen Zuckerrohr zu 300 Tonnen Zucker verarbeitet werden. Die Erntezeit läuft von Juni bis Dezember und entsprechend dem aktuellen Angebot an Zuckerrohr in der Region kann das Werk 18.000 bis 20.000 Tonnen Zucker pro Jahr erzeugen. Die Zuckerrohrfabrik gibt 172 Mitarbeitern – vor allem Genossenschafter und Genossenschafterinnen von Manduvira oder deren Söhnen und Töchern - eine gute Arbeit. Bisher waren die Arbeiter immer die unterste Klasse in der Gesellschaft Paraguays; nun haben die Arbeiter und Bauern erstmals eine Zukunft. 

Zuckerrohrbauern
Zuckerrohrbauern
Terere ist das Nationalgetränk in Paraguay
Terere ist das Nationalgetränk in Paraguay
Das Zuckerrohr wird mit Ochsenkarren in die Zuckerrohrfabrik geliefert
Das Zuckerrohr wird mit Ochsenkarren in die Zuckerrohrfabrik geliefert
Das Zuckerrohr wird mit Ochsenkarren in die Zuckerrohrfabrik geliefert
Das Zuckerrohr wird mit Ochsenkarren in die Zuckerrohrfabrik geliefert

Abgesehen vom Bau des eigenen Zuckerrohrwerks stellte Manduvira 2012 die gesamte Landwirtschaft auf biodynamischen Landbau nach Demeter um und rechtzeitig zur ersten Produktion in ihrem Werk konnte der erste Demeter-zertifizierte Zucker erzeugt werden. Die Bauern stehen voll hinter der biodynamischen Landwirtschaft. Wir trafen Alba, eine 37 Jahre junge Bäuerin, die fünf Hektar Land bewirtschaftet. Auf drei Hektar baut sie Zuckerrohr an und auf der restlichen Anbaufläche hat sie einen riesigen Gemüsegarten, kultiviert aber auch Sesam und andere Lebensmittel. Es ist außergewöhnlich, dass eine junge Frau ihr eigenes Zuckerrohr anbaut, denn in der Vergangenheit war der Anbau von Zuckerrohr eine Männerdomäne. Frauen hatten ihren Platz im Haushalt aber Alba ist anders: sie ist eine selbstbewusste, junge Frau, die sich aus innerer Überzeugung für Biolandbau begeistert. Sie erzeugt ihr eigenes Saatgut und schafft es durch neue Kreuzungen Zuckerrohr anzubauen, das kaum anfällig gegen Schädlinge und Forst ist. Sie arbeitet mit biologischen Düngemitteln.

Der Umstieg auf biodynamischen Landbau nach Rudolf Steiner war für Alba ein wichtiger Schritt. Sie hat sich immer schon für Astronomie interessiert und findest es nun spannend das Wissen von den Gestirnen und die Zyklen des Mondes in die Landwirtschaft zu integrieren. Sie stellt auch selber biodynamische Präparate her, die dazu beitragen, dass die Zuckerrohrpflanzen mehr Chlorophyll aufbauen können und dadurch eine größere Kapazität für die Photosynthese haben. Außerdem hat sie festgestellt, dass die Wurzeln der Pflanzen ausgeprägter sind und daher die Nährstoffe besser aus dem Boden aufnehmen können. Es macht ihr eine große Freude all das erfahren zu dürfen und führt auch dazu, dass sie höhere Erträge erzielt als vor dem Umstieg auf biodynamische Landwirtschaft. 50 bis 80 Tonnen Zuckerrohr kann sie auf einem Hektar anbauen, das macht 5 bis 8 Tonnen Zucker. Allerdings ist es wichtig, dass die Felder zwischenzeitlich ruhen und nicht öfter als 5 bis 6 mal hintereinander am selben Feld Zuckerrohr angebaut wird. Deshalb rotiert Alba den Anbau mit Gemüse, Grünfutter und auch Sesam.

Alba
Alba
Die Schule in der Biolandbau unterrichtet wird
Die Schule in der Biolandbau unterrichtet wird
Der "Schulbus"
Der "Schulbus"

Ihr landwirtschaftliches Wissen hat Alba in der Landwirtschaftsschule gelernt. Manduvira betreibt eine Schule in der nur biologischer und biodynamischer Landbau unterrichtet wird. Darüber hinaus bietet die Kooperative regelmäßig Weiterbildungskurse für ihre Genossenschaftsmitglieder an. In der Landwirtschaftsschule wird neues Saatgut getestet. Die Kooperative betreibt eine eigenes Gemeinschaftsradio und jeden Nachmittag um 15:00 gibt es für interessierte Genossenschaftsmitglieder eine eigene Radiosendung in der neueste Entwicklungen und Erkenntnisse sowie wichtige Informationen geteilt werden. Dank dieser tollen Infrastruktur und bester Organisation im Hintergrund gelang es auch innerhalb kürzester Zeit auf biodynamischen Landbau umzustellen. Alle Bauern mit denen ich in Kontakt war, standen voll und ganz hinter der Demeterlandwirtschaft und waren von den Veränderungen, die sie gebracht hatte begeistert! Der Traum von Andrés ist, dass in einigen Jahren die ganze Provinz Arroyos y Esteros biologisch wirtschaftet. Außerdem regt er die Genossenschaftsmitglieder an, nicht nur Zuckerrohr anzubauen, sondern auch andere Produkte wie Sesam, Biobaumwolle, Stevia und Früchte. Die Kooperative hilft den Bauern auch ihren eigenen Gemüse- und Obstgarten anzulegen und organisiert einen Bioobst- und Biogemüsemärkte in der Region, sodass die Bauern jene Produkte anbieten können, die sie nicht für den Eigenbedarf benötigen.

Michael und ich durften noch zusammen mit dem Betriebsleiter einen Rundgang durch das neue Zuckerrohrwerk von Manduvira machen. Dabei führte uns Leonardo, ein Kubaner, der ein wahrer Meister seines Fachs ist, in die Zuckerrohrverarbeitung ein. Zuerst wird das Zuckerrohr vermahlen. Die Fasern werden im hauseigenen Elektrizitätswerk verheizt und erzeugen dabei 3,2 Megawatt Strom pro Jahr. Der Zuckersaft wird bei einer Temperatur von 90 bis 100 Grad erhitzt, wird gereinigt und dann verdunstet. Durch das Abkühlen des Dampfes setzt der Kristallisationsprozess ein und im Anschluss daran kommen die Zuckerkristalle in eine Zentrifuge. In einem ersten Schritt bleibt darin der weiße Zucker zurück, in einem zweiten Durchgang entsteht der Golden Zucker und in einem dritten Schritt der braune Rohrzucker, der aufgrund des Anteils an Melasse seine braune Farbe behält. Der Zucker wird getrocknet und dann für den Export abgefüllt. Aus der Melasse kann man Rum brennen und dieses Endprodukt durften wir schließlich auch noch verkosten: Zum Abschluss teilte Leonardo einen ganz besonderen Rum aus Kuba und wir stießen auf die Lebensfreude, die Freiheit und die Freundschaft an!

Leonardo leitet das Zuckerrohrwerk
Leonardo leitet das Zuckerrohrwerk
Die Zentrifuge
Die Zentrifuge

Es war ein so besonderer Besuch bei Manduvira; einer gar inspirierenden Kooperative. Es herrschte die Fülle und Lebensfreude bei Manduvira! Jeden Abend lud uns Andrés, der Leiter von Manduvira, zum Abendessen ein. Einmal organisierte er sogar lokale Musiker, die für uns aufspielten und zum Abschluss meinte Andrés wir sollten unbedingt wiederkommen und nächstes Mal aber gleich auch länger bleiben: Wir könnten in den Flüssen der Gegend fischen gehen und mit den Gauchos ausreiten. Außerdem träumt Andrés davon, einen Laden mit den Produkten in denen Zucker von Manduvira verarbeitet ist aufzumachen; und natürlich sollten da die Zotterschokoladen nicht fehlen!

Wir reisten im Bus durch den Osten Paraguays weiter nach Brasilien und Argentinien und fuhren an den riesigen Farmen, die von multinationalen Konzernen betrieben werden, vorbei. Dort wird unter massivem Chemieeinsatz genetisch manipuliertes Soya für den Export angebaut. Im Gegensatz zu der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Arroyos y Esteros war dies eine monotone Agrarwüste, die nun für einige Jahre ausgeschlachtet wird, bis das ganze Ökosystem endgültig kollabiert. Dann möchten die gefräßigen Multinationalen Konzerne in ihrem von Profitmaximierung getriebenen Zerstörungswahn gerne weiterziehen – alles nur für das Wohl der Erde und der Menschheit wie sie in Hochglanzprospekten zu sagen pflegen.

Als ich wir stundenlang durch diese Gebiete fuhren wurde mir endgültig klar, was für eine beeindruckende Arbeit Manduvira in Paraguay leistete. Die Entscheidung liegt bei jedem einzelnen von uns was und wen wir stärken wollen: arbeiten wir in Richtung Zerstörung unseres Ökosystems, unseres Planeten und in der Folge natürlich von uns Menschen oder schaffen wir nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen? Was fördern wir? Produzieren und kaufen wir die scheinbar billigeren Lebensmittel der Industrielandwirtschaft oder doch jene aus biologischem Anbau? Erkennen wir die Kraft, die in den Lebensmitteln steckt und können wir diese in Dankbarkeit wertschätzen?

Ich war nun über ein ganzes Jahr auf Schokoladenweltreise unterwegs und habe viele tolle Menschen kennengelernt, denen das Wohl der Erde und die Zukunft unseres Planeten ein großes Anliegen ist. Der Biolandbau ist für mich nicht verhandelbar, weil es einfach keinen Sinn macht Chemie auf unsere Böden zu kippen und zur Steigerung des kurzfristigen Ertrages die Böden immer mehr abzubauen und die Humusschicht verschwinden zu lassen, sodass wir in einigen Jahren völlig ausgelaugte Böden haben. Es macht keinen Sinn das Grundwasser und die Lebensmittel mit Chemikalien zu verseuchen, sodass zwar einige Großkonzerne kurzfristig riesige Profite schöpfen können aber die Menschen krank werden – um dann zur Bekämpfung dieser Krankheiten in Form von Medikamenten noch mehr Chemie in die Menschen und in der Folge über die Ausscheidung in die Umwelt zu kippen.

Wir brauchen nur bereit sein unsere Augen zu öffnen und die Zusammenhänge erkennen. Es ist offensichtlich und es braucht kein Studium oder neues Wissen: es braucht nur die Bereitschaft hinzuschauen und Verantwortung für unser Handeln und Tun zu übernehmen; dann werden wir erkennen, dass es höchste Zeit ist neue Wege zu gehen: im Einklang mit unserem Menschsein, mit unserer Erde und mit dem Kosmos...wie hat Mahatma Gandhi doch so schön gesagt: "Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest." Die Entscheidung liegt bei jedem einzelnen von uns: JETZT!

Zum vorläufigen Abschluss der Schokoladenweltreise möchte ich DANKE sagen: an Josef und Ulrike Zotter, dass ihr mir die großartige Chance gegeben habt, eure Lieferanten zu besuchen, an die Mitarbeiter von der Zotter Schokoladenmanufaktur für eure tolle Unterstützung während und nach der Reise und an die Lieferanten und Bauern, dass ihr mich so herzlich aufgenommen habt. Zu guter Letzt, aber nicht weniger bedeutend, möchte ich meinen wunderbaren Reisegefährten Simone und Michael meinen Dank aussprechen – es war großartig mit euch unterwegs gewesen zu sein.

Die Reise geht weiter...wohin wird der Weg zeigen, denn wie hat Antonio Machado so schön geschrieben: "Wanderer es gibt keinen Weg, der Weg entsteht im Gehen." Ihr könnt diese Wege auf meiner Homepage unter www.globalchange.at mitverfolgen. In den nächsten Jahren zeige ich bei Vorträgen auch die Bilder von der Schokoladeweltreise und erzähle Geschichten von den Begegnungen mit den Bauern und für diejenigen, die noch mehr in die Tiefe gehen möchten gibt es auch die Möglichkeit bei Seminaren oder gemeinsamen Reisen dabei zu sein. Diese Infos findet ihr auch auf meiner Homepage (in der Rubrik Vorträge bzw. gemeinsame Reisen).

Schön, dass ihr mich nun zwei Jahre lang in meinen Berichten begleitet habt; ich hoffe die Geschichten haben euch inspiriert!