Der Klimawandel kann das Ende der Menschheit bedeuten

Josef Zotters Kopfstände | 12. April 2019 | Josef Zotter

Josef Zotter im Kakaobohnenlager

Beim Klimawandel ist es ja leider so, dass viele Menschen denken, man müsse dran glauben oder nicht. Das ist falsch. Grundfalsch.

In einer neuen Studie warnt die EU-Agentur ESPAS (European Strategy and Policy Analysis System), dass die Menschheit durch den Temperaturanstieg über das Jahr 2030 hinaus mit häufiger vorkommenden Dürren und Überschwemmungen konfrontiert sei, mit extremerer Hitze und der Armut von 100 Millionen von Menschen. Macht man hingegen weiter wie bisher, einigen sich die Hauptverursacher Europa, USA und China nicht auf echte Klimaziele, könnte es am Ende zum Aussterben der Menschheit kommen. Nicht mehr, nicht weniger.

Was mich dabei besonders aufregt, ist, wenn Menschen in politischen Entscheidungspositionen die Vorgänge des „Klimawandels“ negieren. Vom Herrn Trump abwärts bis auch in unser Land. Was hier passiert, ist schlichtweg nicht normal und das ist dutzendfach von sehr klugen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern belegt.

Und dann ärgert es mich gleich noch einmal mehr, wenn sich endlich wer dieses Problems annimmt und weltweite Proteste startet. Aus Sicht der honorigen Herren ist das aber wohl die falsche Person, denn sie heißt Greta Thunberg und ist eine Teenagerin. Und jetzt können wir mal rechnen: Donald Trump ist 72 Jahre alt. Er wird als Opa das Jahr 2030 erleben. Und selbst ich bin dann knapp 70. Und natürlich auch Opa.

Aber die Thunbergs, die sind dann Ende 20 und müssen auf der Welt, die wir heute Erwachsene aufgeheizt haben, leben. Und dann schaue ich mir meine Kinder und bald Enkelkinder an und denke mir: Die und ihre Kinder sollen doch auch auf einer genauso schönen Welt leben können wie ich.

Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Wenn sich die Menschheit als Gesamtheit nicht sofort und eigentlich schon gestern komplett ändert, dann werden wir bald aussterben. Das haben die Kinder und alle anderen Lebewesen auf diesem Planeten nicht verdient.

Erste Maßnahme: Alle Benzin-, Diesel- oder Gasbetriebenen Autos so schnell wie möglich verbieten, auf den dreipurigen Autobahnen zwei Gleisspuren verlegen und den öffentlichen Verkehr nahezu kostenlos machen. Wir zahlen eh Steuern. Wenn man Benzin-Autos durch Elektro-Autos ersetzt, dann bringt das nämlich gar nichts

Zweitens: Unternehmen müssen sich das Ziel setzen, energieautark zu produzieren, wenn nicht sollen sie höher besteuert werden.

Drittens: Konsumsteuern, um den Umstieg zur Klimaneutralität zu schaffen.

Viertens: Flugreisen massiv verteuern. Zumindest eine ordentliche Kerosinsteuer muss eingeführt werden.

Fünftens: Alle Förderungen, die nicht unmittelbar dem Klimaschutz dienen, abschaffen.

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