Gesunde Ernährung auf Krankenschein

Josef Zotters Kopfstände | 17. Mai 2018 | Josef Zotter

Josef Zotter im Kakaobohnenlager

In Zeiten, in denen staatliche Versicherungsleistungen offenbar zurück gefahren werden sollen, ist die Prävention noch viel wichtiger. Da sollte der Staat einmal nachdenken!

Die einfachste Sache, weniger krank zu sein, ist ein gesundes Leben. So weit, so gut. Natürlich sollten wir alle acht Stunden schlafen, ein paar Mal in der Woche Sport treiben, wenig Alkohol trinken, nicht rauchen, eher selten Fleisch essen und so. Das hört sich aus egal welcher Richtung, sei es religiös, vom Arzt, vom Psychologen, eh ganz gut an. Hält der Realität aus ungefähr 2,57 Millionen Gründen eher nicht stand.

Dass man niedrigere Versicherungsbeiträge zahlen kann, wenn man bestimmte Gesundheitswerte erreicht, halte ich für fragwürdig. Diese Daten werden gespeichert und dann können sie abgegriffen werden. Nicht zu unrecht heißt es, dass Daten das neue Öl sind. Und Öl hat sich jetzt auch nicht als das Nachhaltigste herausgestellt. Darum braucht es einen anderen Ansatz!

Wie wäre es, wenn man objektiv gesunde Dinge einfach mit verminderter Mehrwertssteuer ausstattet? Oder gar keine Mehrwertsteuer auf Karotten, Gurken; Biofleisch und Co.? Weil dann kann ich als Konsument selber entscheiden, ob ich das teurere, ungesunde Zeug essen will oder ob ich lieber „den besseren Stoff“ haben möchte. Und es kriegt niemand mit, falls da schon wieder wer über eine (komplexen) Lohn-/Einkommenssteuer nachgedacht hat!

Dem armen Staat fehlen dann Steuereinnahmen, werden jetzt ein paar schreien. Das stimmt auch. Muss man eben die Steuern auf objektiv ungesunde Sachen erhöhen. Oder sich das anschauen. 7,7 Prozent des Budgets machte 2016 die Mehrwertsteuer aus. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das hier 'investierte' Geld in ein paar Jahren an anderer Stelle einspart.

Warum das funktionieren kann? Wir Menschen sind ja ein bisserle doof beim Einkaufen. Wenn etwa ein Kilo Karotten statt 1,20 Euro nur noch 0,96 Euro kostet, kaufen wir es ja, weil's so viel weniger als einen Euro kostet.Ich denke, das könnte funktionieren!

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