1999

War Zotter noch ein Ein-Mann-Frau-Unternehmen

Heute

Zotter mischt Innovation und Handarbeit

1999

Der erste Zotter-Shop war die Stube meiner Mutter

Heute

Zotter produziert Bean-to-Bar, von der Kakaobohne bis zur Schokolade.

BIOgrafie

Josef Zotter, geboren am 21. Februar 1961 in Feldbach (Steiermark).
Chocolatier, Bio-Landwirt und Andersmacher.
Lehre zum Koch/Kellner und Konditor
Josef Zotter ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

1987 Gründung des Familienunternehmens Zotter: Der 26-jährige Josef Zotter beschließt, dass er seine eigenen Ideen umsetzen will. Zusammen mit seiner Frau Ulrike Zotter eröffnen sie die Zotter Konditorei in der Glacisstraße in Graz. Die ungewöhnlichen Kreationen wie „Hanfschnitte“, „Die funny Torte“ und „Käferbohnenroulade mit Koriander“ erwerben regionalen Ruhm. Josef Zotter expandiert und eröffnet drei weitere Filialen.

1992 beginnt Josef Zotter im Hinterstübchen der Grazer Konditorei Schokoladen zu produzieren und erfindet die handgeschöpfte Schokolade, eine Mischung aus Erfindungsgabe und Handarbeit, gefüllt in Schichten und Lagen. Neu ist auch das 70-g-Format und der Schokoüberzug statt dem Würfelbruchmuster. Die Sorten der ersten Stunde: Mohn-Zimt, Kürbiskrokant mit Marzipan, Hanf, Rohkost, Champagner und Grillierte Walnüsse mit Marzipan.

1994 Schokolade und Kunst verschmelzen. Art Designer Andreas h. Gratze verwandelt die Verpackung in kleine Kunstwerke und erfindet humorvolle Titel wie „Für Schlingel“ und „Für Brave“. Die Kunst kam ins Spiel, weil Gratze genug von Werbung hatte, die den Käufer permanent unterfordert. Werbung soll inspirieren und herausfordern. Er schafft es, eine wiedererkennbare Linie mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Stilen und Motiven zu entwerfen. Oftmals landet die Verpackung nicht in der Mülltonne, sondern wird liebevoll gesammelt und aufbewahrt.

1996 muss Josef Zotter Insolvenz anmelden. Drei Filialen werden geschlossen. Das Scheitern wird für ihn zu einer der prägendsten Lebenserfahrungen.

1998 Zotter gibt nicht auf und führt Trinkschokolade in Form von handgeschöpften Schokoladeriegeln als neue Produktserie ein.

Josef Zotter erinnert sich an den Augenblick der Entscheidung: „Entweder die Schokolade oder die Konditorei.“ Da hat meine Frau Ulrike gesagt: „Ja, dann machen wir die Konditorei, weil bei der Schokolade bin ich mir nicht so sicher, ob die wirklich funktioniert.“ „Okay“, habe ich zu ihr gesagt, „dann machen wir die Schokolade.“ (Lacht.)

1999 entschließen sich die Zotters ganz auf Schokolade zu setzen. Im ehemaligen Stall am elterlichen Hof wird die z o t t e r Schokoladen Manufaktur eröffnet.

„Es gab ja nicht einmal ein Schild, aber die Leute haben bei meiner Mutter geklopft und gefragt, ob sie Schokolade kaufen können.“

2001 beginnt Zotter in die Anbauländer zu reisen – Nicaragua, Peru, Bolivien, Brasilien. Er will zum Ursprung, zum Rohstoff und sucht den direkten Kontakt zu den Bauern.

2002 Die Nachfrage steigt und die Manufaktur wird ausgebaut. Diesmal muss Zotter die Leitungen und Fliesen nicht mehr selbst verlegen. Eine topmoderne Manufaktur mit „Running Chocolate“ Verkostungsstation für die Besucher der Manufaktur entsteht. Es geht in Richtung Transparenz, Offenheit und Nähe zum Kunden.

2004 stellt Zotter das gesamte Sortiment auf FAIRTRADE um. Er setzt auf kleinbäuerliche Strukturen, Qualität, direkten Kontakt mit den Bauern und eine partnerschaftliche Beziehung.

„In Ghana und an der Elfenbeinküste arbeiten 200.000 Kinder in der Kakaoproduktion. Das ist unser Thema. Das schmeckt man ja nicht.“

2006 wird das gesamte Sortiment auf Bio umgestellt. Gar nicht so einfach, wenn man so viele unterschiedliche und zum Teil sehr spezielle Zutaten verwendet. Der Kraftakt gelingt – selbst Whisky und Gojibeeren sind BIO.

2006 engagiert sich Zotter in dem Entwicklungshilfeprojekt „Qualität statt Armut“ und unterstützt drei Kooperativen in Nicaragua. 

2007 Errichtung eines eigenen Dampfkraftwerkes. Biomasse & Kakaoschalenabfälle sorgen für Wärme.

2007 Erweiterung der Manufaktur zur Bean-to-Bar-Produktion und zum Schoko-Laden-Theater.

Bean-to-Bar: Zotter investiert 18 Millionen, um Schokolade direkt von der Kakaobohne weg verarbeiten zu können. Der fair gehandelte Bio-Kakao wird direkt eingekauft, geröstet, gemahlen, gewalzt und conchiert. Damit legt Zotter den Grundstein für die Entwicklung der Manufaktur zum Kompetenzzentrum für Schokolade. Viele neuartige Schokoladen entstehen. Insourcing statt Outsourcing: Josef Zotter ist europaweit nun einer der wenigen unabhängigen Bean-to-Bar-Produzenten und der Einzige, der ausschließlich in Bio und Fair Qualität produziert. (Generell stellen nur mehr drei Global Player den Großteil (etwa 80%) des gesamten weltweiten Schokoladenbedarfs her.)

Schoko-Laden-Theater: Besucher können live in die Produktion sehen, erleben, wie Schokolade von der Bohne weg entsteht und an diversen Verkostungsstationen Zwischenprodukte wie Walzenpulver und natürlich auch die fertigen Tafeln naschen. 

2008 Mit Labooko bietet Zotter erstmalig pure Schokoladen an, die direkt in seiner Bean-to-Bar-Manufaktur gefertigt werden. Regionale Kakaoblends werden sortenrein zu Ursprungsschokoladen verarbeitet. Darüber hinaus entwickelt Zotter ein neues Schokoladengenre: Bunte Fruchtschokoladen, deren Farbe ganz natürlich durch den hohen Fruchtanteil entsteht.

2009 und 2010 eröffnen Zotter Schoko-Läden in Essen (D), Innsbruck (A) und Salzburg (A).

2009 „Bad Blumauer Manifest“ – zum nachhaltigen Wirtschaften, initiiert von Josef Zotter, Robert Rogner jun. (Spa Therme Blumau) und Johannes Gutmann (Sonnentor).

2010 startet z o t t e r das Projekt „Kakao statt Kokain“ in Kolumbien. Entwicklungshilfe basierend auf einer Wirtschaftpartnerschaft. Das Projekt wird aufgrund von Lebens-Gefahr und fehlenden Netzwerken im August 2010 gestoppt.

2010 „Ein Waldstück“ – die Umweltschokolade. Pro verkaufter Tafel pflanzt Zotter einen Baum im Regenwald. 202.374 Bäume schlagen jetzt Wurzeln in Laos.

2010 wird Zotter in die renommierte Harvard University eingeladen. Als einziges österreichisches Unternehmen steht z o t t e r jetzt als Fallbeispiel auf dem Lehrplan der Studenten.

2010 Zotter führt das kostenlose Bio-Menü für alle Mitarbeiter ein – täglich frisch gekocht in der Bio-Kantine.

2011 eröffnet Zotter den Essbaren Tiergarten als Open-Air-Teil des Schoko-Laden-Theaters. 27 ha Erlebnis-Landwirtschaft (Insgesamt 72 ha biologisch bewirtschaftete Landwirtschaft, davon 27 ha für Besucher begehbar) mit Öko-Essbar, die Farm-to-Table kocht und den Besuchern Bio-Essen, direkt von den eigenen Weiden und Gärten serviert. "Schaut dem Essen in die Augen“, lautet seine Devise. Tiere und Pflanzen sind Lebewesen und keine Produkte. Deshalb wollen wir sie auch mit Achtung und Liebe behandeln. Damit setzt er wie beim Schoko-Laden-Theater auf Transparenz, Nachhaltigkeit und Innovation im landwirtschaftlichen Bereich und einen Ausweg aus der Massentierhaltungsindustrie.

2011 Errichtung einer Photovoltaik-Anlage, die den Strombedarf des Essbaren Tiergarten deckt (energieautark), eigene Quelle zur Trinkwasserversorgung wird erschlossen, Zotter beginnt seine Elektro-Fahrzeuge-Flotte auszubauen, E-Stromtankstelle wird errichtet. Zotter baut auf das Selbstversorger-Prinzip.

2011 Individualisierung: Die MiXing bar startet. Kunden kreieren ihre eigene Wunsch-Schokolade in der MiXing bar, die über 20 Milliarden Möglichkeiten bietet. 

2012 Individualisierung: Der Biofektorator startet. Kunden können sich ihre Pralinenbox selbst zusammenstellen.

2012 Josef Zotter besucht mit seiner Familie die burmesischen Flüchtlingskinder in den Lagern in Thailand, die er mit dem Projekt "Schokolade macht satt" unterstützt.

2012 Die Biografie des Querdenkers erscheint. Josef Zotters viertes Buch: „Kopfstand mit frischen Fischen. Mein Weg aus der Krise.“ Die Kindle-Version klettert sogar auf Platz 1 der Philosophie-Biografien bei Amazon.

2012 Der neue Film "Namaste Kakao - in den Kakaogärten Südindiens" läuft im Schoko-Laden-Theater an.

2012 Ideenfriedhof – Den Ideenfriedhof gibt es wirklich: Im Essbaren Tiergarten hat Sepp Zotter Grabsteine für Ex-Schokosorten und Ideen gesetzt. Der kurioseste Friedhof der Welt kommt beim Publikum sehr gut an und viele Besucher trauern um die Sorten. Deshalb lassen wir die beliebtesten Sorten von früher für kurze Zeit wieder aufleben.

2012 Zotter gehört zu den 8 besten Schokoladenherstellern der Welt. 271 Unternehmen aus 38 Ländern und 2.700 Produkte testete Georg Bernardini für sein Buch „Der Schokoladentester“. Zwei Jahre dauerte die Recherche aus der Zotter als einer der besten Schokoladenhersteller der Welt herausging.

Bernardinis Urteil: „Zotter ist mit Abstand das innovativste Unternehmen in der Schokoladenbranche. Während des Schokoladebooms war das Unternehmen sicher eine der treibenden Kräfte. Die Produkte sind aber nicht nur innovativ, sondern auch qualitativ stets von sehr hohem Niveau. Auch die altbewährten handgeschöpften Schokoladen werden kontinuierlich weiterentwickelt.“

Laut Bernardinis Test ist die Labooko Nicaragua 50% von Zotter die beste Milchschokolade der Welt. Zotters Erdbeer-Schokolade landet weltweit auf Platz 2. Eine Schokolade, die laut Bernardini Maßstäbe setzt. Neben den handgeschöpften Schokoladen überraschen die Nougat-Serie Nougsus und die Pralinen-Serie Biofekt mit Spitzenplätzen im Welt-Ranking.

2013 Das Rückverfolgungsprogramm bietet die totale Transparenz. Damit bekommt jede Schokoladentafel ein Herz und eine Seele.

2013 wird das Schoko-Laden-Theater erweitert. Mehr als 260.000 Besucher zählt die Manufaktur im Jahr. Damit ist Zotter das zweitbeliebteste Ausflugsziel in der Steiermark.

2013 Der unabhängige Weltenwanderer Gregor Sieböck geht ein Jahr lang auf Zotter-Weltreise und besucht unsere Lieferanten vor Ort. Damit beginnt ein einzigartiges Projekt zum Thema Transparenz, Lieferketten und Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe als ganz persönliche Geschichte des engagierten Wirtschafts- und Umweltwissenschaftler Gregor Sieböck. 

2013 Individualisierung: Die MiXing bar wird erweitert: Mit MiXing drink, MiXing mini, MiXing kids – Die eigene Wunsch-Schokolade gibt es jetzt auch mit Füllungen, als Trinkschokolade und mit coolen Formen wie Herz, Stern, Auto.

2013 Vielfalt als Programm: Zotter bietet 365 unterschiedliche Schokoladensorten – Jeden Tag eine andere Schokolade! Zotter ist weltweit einer der innovativsten Schokoladenhersteller. Jährlich werden zwischen 30 bis 70 neue Schokoladensorten entwickelt.

2013 wird Zotter als "Most Creative Chocolate Company" mit dem Kennedy Award in London ausgezeichnet. 

2013 erhält Zotter den Publikumspreis der Austrian Leading Companies

2013 eröffnet Zotter mit dem Schoko-Schocker ein neues Forschungsfeld. Insekten! Das ist natürlich ein Thema, das etwas mit der Welternährung zu tun hat und eben auch mit Veganismus & Co. Denn bei all dem geht es darum, Alternativen zum Fleischkonsum zu suchen. Mutige Besucher können "Buffalo Worm auf weißen Mandeln" und "Heuschrecken in Weißwein" in der Manufaktur kosten. Im Handel gibt es diese Schokoladen nicht.

2014 Overdose – der coole Chocolate Drink mit Superfood-Kick kommt auf den Markt. Zotter ist damit der erste Spitzenchocolatier, der Qualität und genialen Geschmack als trendiges Dosengetränk anbietet.

2014 Zotter erhält die ISO 14001 und die EMAS-Zertifizierung und zählt damit zu den Vorzeigeunternehmen in punkto Umweltschutz. Nach Bio und Fairtrade wurden erstmals die Umweltschutzmaßnahmen des Unternehmens zur Gänze analysiert, evaluiert und als vorbildlich begutachtet.  

2014 Das Weideschlachthaus wird in Kooperation mit Norbert Hackl von Labonca in Burgau umgesetzt und im Herbst 2014 eröffnet. Eine ethisch „halbwegs“ vernünftige Schlachtung ist die Voraussetzung für die eigene Bio-Fleischversorgung der Öko-Essbar im Tiergarten und der Mitarbeiterkantine. Derzeit planen wir die Weide Himmelsbrücke, wo unsere Tiere vor Ort geschlachtet werden können, um den Tieren den Transport-Stress zu ersparen. Die Schlachtung erfolgt natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

2014 Zotter wächst und baut aus: Derzeit entsteht am Standort in Bergl eine neue Online-Logistik sowie eine Sim-Bim-Kuchenbäckerei und eine Flat-Ice-Küche.

2014 Zotter eröffnet ein zweites Schoko-Laden-Theater in Shanghai und exportiert seine Schokoladen mitsamt der „Umweltidee“ nach China, um die 23 Millionen Einwohner der boomenden Metropole für Bio- und Fair gehandelte Schokoladen aus Österreich zu begeistern. Tochter Julia (27) leitet die Erlebniswelt und lässt auf 2400 Quadratmetern der denkmalgeschützten Backsteinfabrik am Ufer des Huangpu-Flusses österreichische Schokokunst aufleben, mit allem, was dazugehört: Eine kleine Produktion, wo Pralinen und Schokoladen „on demand“ gefertigt werden, eine große Verkostungstour und natürlich noch ein Wiener Kaffeehaus mit Trinkschokoladen und „Apple Strudel“. Das Schokoladen-Theater wird sowohl von Expat-Europäern und Amerikanern als auch von einheimischen Chinesen gern besucht. Binnen kurzer Zeit hat sich das Schokoladen-Theater in der pulsierenden Megacity bereits als angesagte Location etablieren können. Das Shanghai Wall Street Journal und Smart Shanghai zählen es zu den Top-Ausflugszielen.

2014 Zotter präsentiert eine Reihe neuer rein pflanzlicher Milchschokoladen und legt den Schwerpunkt in der Saison 14/15 auf laktosefreie und vegane Schokoladen. Zotter hat speziell für vegane und laktosefreie Schokoladen einen eigenen Forschungsbereich im Haus eröffnet, wo er Schokolade neu definiert und neuartige Schokoladentypen, die gesund, bewusst ökologisch und geschmacksintensiv sind, erfindet.

2014 Endlich gibt es auch die legale Schokodroge Labooko "Kolumbien 75%” mit kolumbianischem Kakao aus dem UNO-Projekt „Kakao statt Kokain“, das Zotter gemeinsam mit dem österreichischen Außenministerium realisiert hat. 234 Familien aus einer der ärmsten Gegenden im Nordwesten Kolumbiens, in der Gegend um Choco (!) und Acandí, setzen jetzt auf fair gehandelten Bio-Kakao statt Koka und können sich dadurch aus der Abhängigkeit von der Drogenmafia, der Illegalität und der Armut befreien.

2014 Im Obergeschoss der Schokoladenmanufaktur wird ein gläserner Skywalk fertiggestellt, der einen spektakulären Blick auf die Umgebung eröffnet. 

2014 Zotter entwickelt Flic Floc Schokoflakes zum Vernaschen und als Topping zum Joghurt, Eis, Dessert und Frühstücksmüsli. 

2014 Zum Thema Massenausgleich: Zotter setzt auf die komplette physische Rückverfolgbarkeit der Fairtrade-Produkte und auf das „klassische“ Fairtrade-Siegel ohne Mass Balance, weil wir uns bewusst für bestimmte Kakaoregionen entscheiden, mit den Bauern kooperieren und gemeinsam eine höhere Kakaoqualität entwickeln, daher ist es für uns logisch, dass wir nicht irgendwelchen Kakao, sondern exakt diesen erhalten und sortenrein verarbeiten. Darüber hinaus zahlen wir weit mehr als Fairtrade vorschreibt, weil wir auf Qualität Wert legen. Mehr zum Thema

2015 In der neu errichteten Fleischwerkstätte im Nachbarort verarbeitet Zotter das Fleisch der Tiere aus dem "Essbaren Tiergarten" direkt zu feinsten Fleisch-und Wurstspezialitäten, die es in der Öko-Essbar zu kosten gibt. Demnächst gibt es die köstlichen Tiergarten DelikatESSEN auch in der Dose für zu Hause.

2015 Zotter startet im April mit Zotter Chocolates US am US-Markt. Das Tochterunternehmen konzertiert sich zunächst rein auf E-Commerce und den Online-Verkauf, im August wurde dann schließlich am Niederlassungsstandort in Cape Coral, Florida die erste Verkaufsfläche als Popup eröffnet. Mehr zum Thema

2015 KunstDünger für Geist und Seele. Zotter eröffnet die Saison 15/16 im August mit der KunstDünger-Schokolade, einer Fusion von Schokolade und Kunst. Auch an Klassiker hat man sich angepirscht und Zotterlike umgesetzt: "Coffee Toffee", "Lakritze de luxe" und "Schoko Minze". Ein wichtiger Trend ist die Zuckerreduktion, deshalb hat Zotter die weiße Schokolade neu aufgelegt; mit weniger Zucker und viel mehr Milch. Aus der Idee heraus, Zucker einzubremsen, sind die drei neuen Schokoladen "Verjus - Grüne Trauben", Labooko "Freche Früchtchen" und Labooko "Apfel-Sanddorn mit Vanille" entstanden, die einen erfrischend säuerlichen Geschmack entwickeln.

2015 Zotter geht mit Sim Bim in die Kuchenoffensive und bringt die allerersten Bio- und Fair-Kuchen im Glas heraus, die man direkt auf den Tisch zaubern, verschenken und ein Jahr lang lagern kann. Für alle Backfans gibt es endlich auch Zotter Schokoglasuren im Glas und das lang angekündigte neue Kochbuch: Zettelwirtschaft mit innovativen Kuchen- und Dessertrezepten.

2015 Erweiterung des Ideenfriedhofs. Einige Sorten wurden für das Sortiment der Saision 15/16 exhumiert. Mehr zum Thema

2015 Zotter bringt eine Blut-Schokolade heraus! Der Schoko-Thriller schlecht hin: eine Himbeerschokoganache mit ein paar echten Blutstropfen von unseren Tieren aus dem Essbaren Tiergarten, kombiniert mit einem verflucht guten Gelee aus Kornelkirschen, die oft  für giftig gehalten werden, obgleich sie ein altes Heilmittel sind; überzogen mit dunkler hochprozentiger Schokolade.

"Ich habe diesen Schoko-Schocker gemacht, weil ich weiß, dass ein paar Blutstropfen schon für eine Riesenaufregung sorgen, während Massentierhaltung stillschweigend akzeptiert wird. Stimmt da unsere Wertvorstellung?", so Josef Zotter.

2015 Zotter gehört erneut zu den 25 besten Schokoladenherstellern der Welt. 550 Marken aus 70 Ländern und 4.000 Produkte testete Georg Bernardini für seine Neuauflage des 919 Seiten dicken Buchs „Der Schokoladentester“.

Bernardinis Urteil: Zotter "... ist und bleibt an der Spitze der weltbesten Schokoladenhersteller und mit weitem Abstand der innovativste Chocolatier von allen.“

Die Top 25 werden mit 6 Kakao-Schoten ausgezeichnet. 6 Kakao-Schoten stehen für „Außergewöhnliche Qualität aller Produkte. Extrem seltene bis gar keine Abweichungen in der überragenden Qualität der Produkte.“ (Bernardini, S.  137)

In Deutschland und Österreich ist Zotter der einzige Hersteller unter den Top 25 und nach wie vor der Einzige, der ausschließlich Bio und Fair produziert. Mehr zum Thema

2015/2016 Zotter bringt die Schokolade „Helfen + Naschen“ heraus und gründet einen Hilfsfonds, mit dem schnell und unbürokratisch bei Katastrophen und in Not Hilfe geleistet werden kann. Bislang wurden das Kindernothilfe-Projekt „Schulgärten“ in Bolivien und das Projekt „Schuljause für Roma-Kinder“ in Hostice (Slowakei) unterstützt. Mehr zum Thema

2015 Josef Zotter erhält die Auszeichnung "Entrepreneur Of The Year", verliehen von der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY im Rahmen einer Award Gala in der Wiener Hofburg. Er gewinnt in der Kategorie Handel & Konsumgüter. 

2016 Zotter räumt bei dem Academy of Chocolate Award 2016 ab. Von 17 eingereichten Schokoladen wurden 15 prämiert. 2 x Gold, 8 x Silber und 5 x Bronze gehen an Zotter. Ein einmaliges Ergebnis für Zotter, neben Top-Chocolatiers wie Amedei, Michel Cluizel und Demarquette.

2016 Zotter wird von der WKO als „Sieger aus Leidenschaft“ geehrt.

2016 Zotter ist beim World Entrepreneur Of The Year Award 2016 in Monte Carlo als Kandidat dabei.

2016 Zotter baut am Standort Bergl, Riegersburg aus und erweitert den Shop-Bereich.

Das Familienunternehmen Zotter

Julia Zotter (Jg. 1987) leitet das Schoko-Laden-Theater in Shanghai. Sie verbrachte während ihrer Schulzeit ein Jahr in China (Xi’an und Peking) und studierte Lebensmittel- und Biotechnologie an der BOKU in Wien. Für ihre Abschlussarbeit reiste sie nach Brasilien, um ein Kakaoforschungsprojekt zu starten. 2013 schloss sie die Cordon-Bleu-Akademie in Paris mit dem Grand-Diplome in Pâtisserie und Cuisine als eine der Besten ihres Jahrgangs ab. Seit ihrer Jugendzeit arbeitet sie in allen Bereichen der Schokoladenmanufaktur mit. Julia Zotter ist ein Allroundtalent und spricht nebenher fließend Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Deutsch und ein wenig Latein.

Sohn Michael Zotter (Jg. 1988) studierte ebenfalls Lebensmittel- und Biotechnologie an der BOKU in Wien und studiert derzeit Wirtschaftsinformatik in Wien. Er kümmert sich um die IT, den Webauftritt und den Onlineshop von Zotter.

Tochter Valerie (Jg. 2005) nimmt derweil die Tiere im Streichelzoo in Obhut und ist für das Eiersammeln verantwortlich.

Ulrike Zotter managt auch weiter das Unternehmen, sonst würde die Biografie hier endgültig enden.

HARD FACTS

  • Bean-to-Bar-Produzent von Schokolade und Erfinder der handgeschöpften Schokolade
  • Zertifizierungen: BIO, Fairtrade, IMO, EMAS
  • Kakaoländer: Peru, Bolivien, Nicaragua, Panama, Ecuador, Belize, Kolumbien, Dominikanische Republik, Brasilien, Ghana, Kongo und Indien 
  • Produktionsmenge: ca. 190 Tonnen Kakaobohnen und 150 Tonnen Kakaobutter werden zu 600 Tonnen Schokolade verarbeitet
  • Umsatz 2014/15: 20 Millionen Euro
  • Mitarbeiter: 160 Mitarbeiter am Standort in Bergl/Steiermark
    30 Mitarbeiter im Tochterunternehmen Schokoladentheater Shanghai/China
  • Besucherzahlen Schoko-Laden-Theater: 220.000 Besucher jährlich
  • Energieerzeugung: Die Manufaktur ist zu 60% und der Essbare Tiergarten zu 100% energieautark, durch die Nutzung von Photovoltaikanlage, Dampfkraftwerk und Erdwärme.
  • Sortiment: über 365 verschiedene Schokoladensorten
  • Vertrieb: ca. 4.000 Vertriebsstellen weltweit, 80% im deutschsprachigen Raum (A, D, CH)