Garteln ist dreifach toll

Kopfstände | 20. April 2017 | Georg Sander

Alles blüht, wächst und gedeiht. Da sollte jeder mitmachen und auch ein bisschen garteln. Denn das macht dreifach froh.

Rein ins Fachgeschäft und raus mit allen möglichen Pflanzen! Egal ob Zier- oder Nutzpflanze, egal, ob fürs Fensterbankerl in der Wohnung, den Balkon oder den Garten! Von mir aus kann man auch irgendwo am Straßenrand eine Blumenzwiebel verbuddeln oder in der G'stätten ums Eck eine Tomatenstaude hinpflanzen; vielleicht auch bei der Mama oder Oma, wenn man selbst zu wenig Platz hat. Alles ist erlaubt. Und das Garteln ist super, weil ...

... sich die Bienen freuen

Jeder Mensch kennt mittlerweile die Horrormeldungen rund um Bienen. Wir wissen, wie wichtig sie für das Ökosystem sind. Zwischen Beton und Monokultur finden sie aber nicht genug Futter. Darum muss man es ihnen eben anbieten. Ein paar schöne Blüten sind eine leckere Mahlzeit für die kleinen Tiere, Hauptsache sie können sie erreichen. Man will sich ja nicht vorwerfen lassen, nichts dagegen getan zu haben, vor allem, wenn es doch so leicht ist.

... es schön und gesund ist

Blumen sind einfach schön, wenn sie in der Blüte stehen. Vielleicht sogar mit echtem Bio-Kakaoschalen als Dünger und zusätzlichem Mulch? Wer genug Platz für Gemüse oder auch nur Gewürze hat, hat es noch besser. Denn wir tendieren ja wohl alle dazu, zu viel Junkfood zu essen. Wenn man aber sein Gemüse selbst anbaut, und sei es eben nur ein Tomatenpflanzerl, der wird das Endprodukt auch verspeisen. Das kann ein Anreiz sein, überhaupt mehr Gemüse und Co. zu essen und weniger Fertigprodukte. Gesund ist es allemal.

... es deinen Kopf frei macht

In nahezu jedem Ratgeber wird Garteln als sinnvolle Tätigkeit zur inneren Zufriedenheit bezeichnet. Ich finde, dass es zudem eine Abwechslung zum ewigen über-dem-PC-gebeugt sein ist; und man produziert etwas Handfestes, Greifbares, das eben keine Excel-Tabelle, wichtige Mail oder irgendein HTML-Ding ist, die alle nur im Blechkastl drin existieren. Die Produkte des Gartelns kann man betrachten, erfühlen, zuweilen schmecken. Auch keine schlechte Sache!

Ich kann abschließend nur für mich sprechen: Draußen im Garten zu sein ist einfach eine schöne Sache und es reißt mich aus dem dem Trott des Arbeitens raus. Die Pflanzen wollen Wasser, Pflege – und sie geben einiges zurück!

Georg Sander

Über den Gastautor

Der ausgebildete Volksschullehrer und Journalist arbeitete und arbeitet seit sechs Jahren für verschiedene Medien. Das Soziale, Nachhaltigkeit und unsere Umwelt liegen ihm besonders am Herzen. Gedanken zu diesen und anderen Themen veröffentlicht er gerne unter @sander_georg auf Twitter.

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