Halloween-Dessert: Selbstgemachter Schoko-Kürbis mit Kürbiskernnougat

Rezepte | 12. Oktober 2017 | Alexandra Ebert

Gastbeitrag von Alexandra Ebert

Außen schaurig, innen schmackhaft – so muss für mich ein Halloweendessert sein! Zu meinem diesjährigen Rezept für die gruseligste aller Nächte, hat mich Zotters neuer Kürbiskernnougat inspiriert, der sich zusammen mit einer luftigen Schokoladenmousse und einem saftigen Kürbiskuchen, mit feinen Zimtnoten, unter dieser aparten Schokoladenschale versteckt.

Schokoladenkürbis mit Zotter Kuvertüre

Die Form für diesen Schokoladenkürbis ist übrigens nicht gekauft, sondern selbstgemacht. Zum einen, weil ich im Handel nichts Entsprechendes finden konnte, zum anderen, weil man ja auch nicht immer eine eigene Backform für etwas kaufen möchte, das vielleicht nicht öfter als einmal im Jahr gemacht wird, oder? Wenn ihr das auch so seht, schaut schnell auf meinem Blog vorbei! Dort erkläre ich euch Schritt für Schritt, wie ihr den Schokoladenkürbis für dieses Rezept selbst herstellt.

Natürlich könnt ihr auch nur den Kürbiskuchen nachbacken, mit einem Tortenring umstellen und die beiden Mousseschichten so festwerden lassen. Das schmeckt – vollendet mit einer Schokoladenglasur – zwar genauso köstlich, macht aber lange noch nicht so viel Spaß, wie eurer Kreativität mit ein bisschen Agar-Agar (der Geheimzutat der selbstgemachten Schokoladenform ;-)) freien Lauf zu lassen!

Schoko-Kürbis mit Kürbiskuchen, Kürbiskernnougat- und Schokoladenmousse

Rezeptur pro Kürbis

Schokokürbis mit Kürbiskernnougat und Schokoladenmousse

Bio-Zutaten für den Schoko-Kürbis:

Für den Kürbiskuchen:

  • 150g Kürbispüree (aus 500g Hokkaido-Kürbis)
  • 125g glattes Mehl
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Natron
  • Eine Prise Salz
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • 20g Speiseöl
  • 80g Milch
  • 55g weiche Butter
  • 130g Feinkristallzucker
  • 1 Ei

Für die Kürbiskernnougat-Mousse:

Für die Schokoladenmousse:

Für das Zusammenbauen und die Dekoration:

Zubereitung Schokoladenkürbis:

  1. Um den Schokoladenkürbis herzustellen, braucht ihr eure eigene Schokoladenform. Sucht euch dafür einen tollen Kürbis in Bio-Qualität (mit etwa 500g Gewicht) und deckt euch mit reichlich Agar-Agar ein. Alles Weitere dazu findet ihr in der Schritt-für-Schritt-Anleitung auf meinem Blog.
     
  2. Sobald eure Schokoladenform fertig und gut durchgekühlt ist, schmelzt zwei Drittel der Schokolade (also 200g) bei 45°C über dem Wasserbad.
     
  3. Währenddessen das letzte Drittel grob hacken, zur geschmolzenen Schokolade geben und diese dadurch auf 30°C abkühlen. So erreicht ihr, dass die Schokolade temperiert wird – was sie nicht nur stabiler, sondern auch schön knackig macht.

  4. Um sie zu verarbeiten, erhitzt sie über dem Wasserbad dann nochmal auf 31-32°C für dunkle Schokolade, 30-31°C für Milchschokolade oder 29-30°C für weiße Schokolade.

  5. Nun könnt ihr die Agar-Agar-Formen mit Schokolade auffüllen und diese gleich wieder in eure Schüssel zurückgießen, um die Kürbishälften dünn mit Schokolade zu überziehen. Wiederholt diesen Schritt, sobald die Schokolade getrocknet ist, damit der Schokoladenkürbis ausreichend stabil wird.

  6. Ist dies geschehen, gebt eure Kürbisformen für etwa eine viertel Stunde (bzw. bis die Schokolade fest geworden ist) in den Kühlschrank, bevor ihr die Schokokürbishälften behutsam aus diesen löst. Gebt die beiden Teile der Schokoladenform dann auf einen Teller und stellt sie zurück in den Kühlschrank.
Schokoladenkürbis mit Zotter Schoko und Nougat

Zubereitung Kürbiskuchen:

  1. Bevor es an die Zubereitung des Kürbiskuchens geht, braucht ihr 150g Kürbispüree. Schneidet dafür einen etwa 500g schweren Hokkaido-Kürbis in vier Teile, entfernt die Kerne und backt ihn bei 180°C Heißluft etwa 30-40 Minuten (bzw. bis sein Fleisch weich ist). Danach könnt ihr das Fruchtfleisch mit einem großen Löffel aus der Schale schaben, pürieren und 150g davon für den Kürbiskuchen abwiegen.
     
  2. Stellt für diesen euer Backrohr auf 150°C Ober- und Unterhitze und legt den Boden einer 20cm-Backform mit Backpapier aus. Bestreicht diese außerdem mit weicher Butter und bestäubt sie mit Mehl, damit sich der Kuchen nach dem Backen gut aus der Form löst.

  3. Anschließend könnt ihr die trockenen Zutaten vorbereiten und in eine große Schüssel sieben. Ebenso die flüssigen Zutaten (Kürbispüree, Vanilleextrakt, Speiseöl und Milch) kommen zusammen in eine Schüssel und sollen für später bereitgestellt werden.

  4. Dann könnt ihr euch der Butter und dem Zucker widmen und diese gemeinsam cremig schlagen. Nach etwa 2-3 Minuten gebt das Ei dazu und rührt den Teig weitere 2-3 Minuten, damit er etwas Volumen bekommt.

  5. Nun gebt abwechselnd ein Drittel der trockenen Zutaten und die Hälfte der flüssigen Zutaten hinzu, bis beide aufgebraucht sind. Während ihr dies macht, lasst den Mixer auf langsamster Stufe laufen. Rührt nur so lange, bis sich alles gut vermischt hat.

  6. Füllt den fertigen Teig dann in eure Backform und streicht ihn glatt. Der Kuchen benötigt etwa 40-45 Minuten Backzeit, aber nehmt ihn erst aus dem Backrohr, wenn bei der Stäbchenprobe nichts hängen bleibt und er auf leichten Fingerdruck in der Kuchenmitte elastisch zurückspringt. Außerdem sind seine schöne, goldbraune Farbe und auch das leichte Ablösen vom Formenrand verlässliche Indizien dafür, dass der Teig fertig gebacken ist und aus dem Rohr darf.

  7. Nach etwa einer viertel Stunde könnt ihr ihn dann aus seiner Form lösen und vollständig auskühlen lassen, bevor ihr ihn begradigt und zurechtschneidet. Legt dafür eine der Schokoladenkürbishälften als Schablone auf den Teig, schneidet um diese herum und probiert anschließend, wie viel ihr noch wegschneiden müsst, damit sich das Kuchenstück von beiden Schokoladenkürbishälften umschließen lässt.
     
  8. Ist der Kürbiskuchen entsprechend zurechtgestutzt, schneidet ihn in der Mitte einmal durch, damit ihr für jede Schokoladenkürbishälfte ein Kuchenstück habt.

Zubereitung Kürbiskernnougatmousse:

  1. Schmelzt für die Kürbiskernnougatmousse eine Stange Kürbiskernnougat über dem Wasserbad. Währenddessen könnt ihr das Obers halb-steif schlagen und kaltstellen (es soll eher cremig, denn standfest sein, damit es sich nachher gut mit den restlichen Moussezutaten verbindet).

  2. Nun weicht die zwei Blatt Gelatine ein und schlagt währenddessen das Ei und den Dotter schaumig.

  3. Nach fünf Minuten kommt die gut ausgedrückte Gelatine in einen kleinen Topf und wird bei niedriger Hitze aufgelöst. Gebt anschließend einen Esslöffel der Eimasse hinzu und rührt diese mit einem Schneebesen gut unter. Wiederholt dies Esslöffel für Esslöffel, bis sich alles von der Eimasse in dem kleinen Topf befindet.
     
  4. Danach könnt ihr den geschmolzenen Nougat unterrühren und anschließend das Obers behutsam unterheben.

  5. Füllt nun eine der Schokoladenkürbishälften mit etwas Kürbiskernnougatmousse und legt eines der Kürbiskuchenstücke hinein. Wichtig ist, dass ihr dieses gut andrückt und darüber nochmals etwas Nougatmousse gebt (so, dass die Mousse auf einer Ebene mit dem Rand eurer Schokoladenform abschließt). Gebt dann die Schokoladenkürbis-Hälfte in den Kühlschrank und lasst das Mousse etwa 1-2 Stunden festwerden.

Zubereitung Schokoladenmousse:

  1. Die Schokoladenmousse wird genauso zubereitet, wie die Kürbiskernnougat-Variante.
     
  2. Ist dies geschehen, könnt ihr die Mousse in die verbleibende Schokoladenkürbis-Hälfte füllen und ebenfalls ein Kürbiskuchenstück darin „verstecken“. Auch hier ist es wieder wichtig, dass die Schokoladenmousse auf einer Ebene mit dem Rand der Schokoladenform abschließt, damit ihr den Schokokürbis nachher problemlos zusammensetzen könnt.

Den Kürbis zusammensetzen:

  1. Sind beide Moussefüllungen fest geworden, schmelzt etwa 50g Schokolade über dem Wasserbad. Nehmt dafür dieselbe Sorte Glühbirnchen, die ihr auch für den Schokoladenkürbis verwendet habt.

  2. Gebt die geschmolzene Schokolade dann in einen Spritzbeutel mit einer kleinen Lochtülle und verteilt ein wenig davon am Rand einer der Schokoladenkürbishälften (alternativ könnt ihr das auch mit der Rückseite eines kleinen Löffels machen).

  3. Drückt dann die beiden Schokoladenkürbishälften behutsam zusammen, damit die Schokolade diese verbinden kann. Nach etwa 10 Minuten im Kühlschrank sollten diese stabil zusammenhalten.

  4. Wenn ihr möchtet, könnt ihr nun noch etwas Schokolade in einer Kontrastfarbe schmelzen (also beispielsweiße weiße Glühbirnchen, wenn euer Schokoladenkürbis aus dunkler Schokolade ist) und eurem Kürbis ein schauriges Gesicht aufmalen.

  5. Nachdem dieses festgeworden ist, kann der Schokoladenkürbis jederzeit verspeist werden. Verwendet dafür unbedingt ein scharfes Messer, das ihr vorab in einen Krug mit kochend heißem Wasser getaucht (und wieder abgetrocknet habt). Damit der Kürbis nicht kaputtgeht, achtet darauf, die einzelnen Stückchen eher runter zu schmelzen als runter zu schneiden.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und bin schon sehr gespannt, eure Schokoladenkürbis-Eigenkreationen zu sehen. Wenn ihr Fragen habt, zögert nicht mir zu schreiben.

Bis dahin alles Liebe und viel Spaß an Halloween,

eure Alexandra

Alexandra Ebert

Über die Gastautorin

Alexandra Ebert ist Studentin aus Wien, vor allem aber passionierte Kuchenbäckerin. Auf ihrem Blog wienersüss entdeckt ihr mehr von ihren süßen Kreationen zum Nachbacken. Besonderen Wert legt sie bei diesen auf hochwertige Zutaten und die sorgfältige Zubereitung - denn nur so lässt sich der bestmögliche Geschmack erzielen, der bei Alexandra klar an erster Stelle steht. Darf es noch ein bisschen mehr Genuss sein? Dann besucht wienersüss doch auch auf Facebook und Instagram.

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