Klimawandel? DU kannst etwas tun!

Josef Zotters Kopfstände | 10. August 2017 | Josef Zotter

Josef Zotter im Kakaobohnenlager

Wir können und sollten den Klimawandel nicht leugnen. Das Wetter wird immer extremer. Wir machen uns unseren Planeten kaputt! Diese Botschaft ist bei den meisten angekommen. Doch was dagegen tun, gestaltet sich oft schwierig.

Was sollten wir nicht alles ändern! Nur mehr Radfahren, keine Plastikverpackungen mehr verwenden, mit dem Zug fahren, den Diesel wegschmeißen, nur noch regional und bio kaufen, Fairtrade-Kleidung anziehen. Und noch tausend andere Dinge. Da kann einem schwindlig werden! Wer kann schon sein Leben vom einen auf den anderen Moment total umkrempeln? So ganz komplett? Ich sage Ihnen was: Wer unseren Essbaren Tiergarten besucht, der will das schon. Immerhin.

Aber wie geht das im täglichen Leben? Das ist immer die große Frage. Wir sind nicht perfekt. Ich bin nicht perfekt. Wir sind – noch nicht – ein komplett grünes Unternehmen. Beispielsweise haben wir 5 Firmenautos, „nur“ 3 davon haben einen Elektroantrieb. Es gibt zwei Traktoren und nur einen können wir auch mit Pflanzenöl betreiben. Einer fährt blöderweise noch immer mit Diesel. Ja, nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung! Ich persönlich habe ein Halb-Elektroauto. Das Ding fährt leider wegen der zu geringen Akkuleistung kaum hundert Kilometer. Und ich kann einen Benzinmotor zuschalten. Aber wissen S‘ was: Ich erledige dennoch mehr als zwei Drittel meiner Wege damit. Und stecke an der Photovoltaikanlage zum Laden an. Sonst nehme ich Ökostrom, wo es eben geht.

Und so sehe ich das auch für jeden Menschen. Wir werden unser Leben nicht von der einen auf die andere Minute komplett umbauen. Das geht ja nicht. Aber ich bin mir sicher, dass jeder in seinem Alltag eine Sache findet, die nachhaltig gestaltet werden kann.

Ein Stoffsackerl zum Einkaufen. Kein Gemüse mehr kaufen, das in Plastik verpackt ist. Einmal in der Woche mit der Bahn zur Arbeit. Einmal mit dem Radl statt dem Auto auf der Kurzstrecke. Ab und zu im Monat eine Bio+Fair-Schokolade (lach). Nicht jeden Tag Fleisch, vielleicht nur zwei bis drei Mal die Woche … Ja, es ist so einfach!

Da muss man eben nicht das ganze oder halbe tägliche Leben umkrempeln und über Nacht ein neuer Mensch werden. Jede Maßnahme, und sei sie noch so klein, hilft. In der Politik heißt es immer „Energiewende in so und so viel Jahren“, „CO²-Reduktion bis dann und dann“. Denen zeigen wir's. Wir fangen am besten jetzt an.

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