Marillen-Blechkuchen mit Mandelcrema und gerösteten Mandeln

Gastbeitrag von Alexandra Ebert von Wienersüss

Wenn etwas für mich untrennbar zum Sommer dazu gehört, dann ist es die Vielzahl an köstlichen Sommerfrüchten. Ob Erdbeeren, Kirschen oder Marillen – sie alle lassen sich nicht nur pur wunderbar verspeisen, sondern machen insbesondere auch als Obstkuchen eine sensationell gute Figur. Mein ganz klarer Liebling ist dabei der legendäre Marillen-Blechkuchen meiner Oma (der dafür bekannt ist selten älter als eine Stunde zu werden).

Doch diesmal habe ich mich daran gewagt, ein seit Jahrzehnten erprobtes Rezept für euch abzuwandeln und ich kann euch sagen, ich bin hellauf begeistert, dass dieser Kuchen tatsächlich nochmal besser und saftiger werden konnte. Das Geheimnis von so viel Saftigkeit? Die unwiderstehlich gute Mandelcrema, die sich nicht nur positiv auf die Konsistenz auswirkt, sondern dem Marillenblechkuchen durch ihre feinen Mandelnoten auch ein tolles Aroma verleiht. Außerdem mit von der Partie sind ein paar geröstete Mandelblättchen, die dem Kuchen nochmal eine schöne Portion Knusprigkeit verleihen.

Rezept für einen Marillenblechkuchen mit Mandeln

Sollte euch bei dieser Beschreibung wider Erwarten noch nicht das Wasser im Mund zusammengelaufen sein, dann rann an den Kochlöffel und lasst uns loslegen! Ich garantiere euch, sobald sich der Duft dieses herrlichen Kuchens in eurer Küche breit macht, werdet ihr verstehen, warum ich hier so ins Schwärmen gerate.

Besonders saftiger Marillen-Mandelblechkuchen mit Mandelnougatcreme und gerösteten Mandelblättchen

Rezeptur für ein Kuchenblech

Bio-Zutaten:

  • 250 g sehr weiche Butter
  • 250 g Feinkristallzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 5 große Eier
  • 250 g glattes Mehl
  • ½ Pkg. Backpulver
  • Prise Salz
  • 130 g Crema Mandel
  • 75 g Mandelblättchen
  • 1,5 kg ganze Marillen

Zubereitung:

  1. Das Schöne an Blechkuchen ist, dass sie so blitzschnell gemacht sind. Bevor ihr mit dem Teig loslegt, heizt euer Backrohr auf 170°C Ober- und Unterhitze vor und streicht ein Backblech erst mit weicher Butter ein und mehlt es anschließend gut aus.
     
  2. Für den Teig gebt zunächst Butter, Zucker und Vanillezucker in die Rührschüssel eurer Küchenmaschine – oder rührt sie mit dem Handmixer etwa drei Minuten schaumig.
     
  3. Anschließend die Eier hinzugeben. Ganz wichtig: nicht alle auf einmal, sondern eines nach dem anderen und dazwischen immer gut eine halbe Minute weitermixen. Werden die Eier zu schnell hinzugegeben, kann der Teig nämlich die Flüssigkeit der Eier nicht gut aufnehmen und gerinnt euch.
     
  4. Sind alle fünf Eier behutsam eingerührt, den Teig etwa 3-5 Minuten weiterschlagen, bis dieser schön luftig ist.
     
  5. Dann in einer zweiten Schüssel Mehl, Salz und Backpulver abwiegen und kurz mit einem Schneebesen verquirlen, damit sich das Backpulver gleichmäßig verteilt.
     
  6. Nun gebt ihr die vorbereiteten trockenen Zutaten zu eurem Teig und mixt sie auf niedrigster Stufe kurz unter. Das Geheimnis für einen besonders flaumigen Teig ist es hier behutsam vorzugehen und wirklich nicht länger als notwendig zu rühren, da sich sonst das Gluten im Mehl zu stark entwickelt und der Teig zäh wird. Hört also gleich auf zu rühren, sobald sich alle trockenen Zutaten mit dem Teig verbunden haben. Um auf Nummer sicher zu gehen, könnt ihr nochmal mit einem Teigspachtel den Schüsselrand und -boden entlangstreichen und etwaige dort verbliebene Mehlklümpchen unter die restliche Teigmasse heben.
     
  7. Ist der Teig schön glatt, verteilt ihn gleichmäßig auf eurem Backblech. Dann nehmt die 130g Mandelcrema und setzt mit einem Teelöffel kleine Tupfer davon auf euren Teig. Dann mit dem Löffelstiel oder einem Stäbchen die Mandelcrema und den Teig etwas verquirlen und das Blech beiseitestellen.
     
  8. Nun fehlen nur noch die Marillen und Mandelsplitter und der Kuchen ist bereit für den Ofen. Dafür erst eure Marillen gründlich waschen, entkernen und vierteln. Dann die Marillenspalten dicht an dicht auf euren Teig schichten – am besten seitlich (also mit der Schnittfläche und nicht mit der Marillenrückseite direkt in den Teig), denn so gehen besonders viele süße Früchte aufs Blech.
     
  9. Als letzten Touch die Mandelblättchen gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und ab geht es in den Backofen mit eurem Marillen-Mandelblechkuchen.
     
  10. Fertig ist der Kuchen etwa nach 50 Minuten. Wichtiger als die genaue Backzeit ist aber, dass bei einer Stäbchenprobe mit einem Holzstäbchen (oder Zahnstocher) kein Teig mehr kleben bleibt und die Oberfläche des Marillenkuchens eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat. Ist dies nach 50 Minuten noch nicht der Fall, lasst ihn einfach noch etwas länger im Rohr bevor ihr in rausnehmt.
     
  11. Ich weiß, es ist verlockend, aber gönnt eurem Kuchen vor dem Verspeisen mindestens noch eine Stunde Zeit zum Abkühlen – dadurch schmeckt er gleich nochmal besser.

Habt viel Freude mit diesem Rezept – ich hoffe, es versüßt euch den Sommer und die wunderbare Marillenzeit!

Alles Liebe,
Eure Alexandra

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Alexandra Ebert

Über: Alexandra Ebert

Alexandra Ebert ist passionierte Kuchenbäckerin aus Wien. Auf ihrem Blog wienersüss entdeckt ihr mehr von ihren süßen Kreationen zum Nachbacken. Besonderen Wert legt sie bei diesen auf hochwertige Zutaten und die sorgfältige Zubereitung - denn nur so lässt sich der bestmögliche Geschmack erzielen, der bei Alexandra klar an erster Stelle steht. Darf es noch ein bisschen mehr Genuss sein? Dann besucht wienersüss doch auch auf Facebook und Instagram.

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